Alles Folgende betrifft Peptide. Wir bleiben bei klarer Sprache, beziehen uns auf die Studienlage und trennen gut belegte Aussagen von offenen Fragen.
Stand 2026-07-02. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
=== Andere Liturgien === In der orthodoxen Liturgie, so beispielsweise im byzantinischen Ritus, dem antiochenischen Ritus und anderen der Orientalisch-orthodoxen Kirche, wird Weihrauch als Duft des Himmels verwendet. Nach alter orientalischer Vorstellung ist eine Gottesbegegnung mit einem Dufterlebnis verbunden. In den slawisch-orthodoxen Kirchen enthält die Räuchermischung allerdings oft hauptsächlich Benzoe und wenig oder keinen eigentlichen Weihrauch. Unter den evangelischen Kirchen zählen die evangelisch-lutherischen Kirchen den Gebrauch von Weihrauch als unverbindliche Zeremonie zu den Adiaphora. Zum Teil mit der Lehre von der Realpräsenz verbunden, wurde sein Gebrauch im Zeitalter der Aufklärung zurückgedrängt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verschwand er fast völlig aus dem evangelisch-lutherischen Gottesdienst. In neuerer Zeit wird zuweilen wieder Weihrauch in Anlehnung an Psalm 141 als Zeichen des Gebetes verwendet. Wie fast aller sinnlicher Schmuck des Gottesdienstes wurde der Weihrauch in den reformierten Kirchen von Beginn an abgelehnt.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Altertum und Mittelalter === Im Altertum waren Medizin und Religion eng verbunden. Spuren davon sind noch heute in der Sprache zu finden: Wenn etwas heilt, dann ist es heil-ig. Erste Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch finden sich in dreieinhalbtausend Jahre alten Texten aus dem Niltal. Die Ägypter nutzten Weihrauch für den guten Geruch der Luft, für Salben und zur Wundbehandlung. Vor dreitausend Jahren gab es bereits feste Handelswege, die Weihrauchstraßen, die das kostbare Harz aus seiner Heimat Südarabien (vor allem Oman, daneben Jemen) und von der Insel Sokotra am Horn von Afrika nach Ägypten und Mesopotamien brachten. Zu den Geschenken der biblischen Weisen aus dem Morgenland gehörte Weihrauch aus Südarabien. Das römische Imperium war ein großer Abnehmer von Weihrauch. Hippokrates und andere griechisch-römische Ärzte setzten Weihrauch zur Wundreinigung, gegen Krankheiten der Atemwege und bei Verdauungsproblemen ein. Über die Wirkungsmechanismen war nichts bekannt, aber die praktischen Erfolge waren wohl zahlreich genug, dass das teure Mittel auch noch im Mittelalter als Medizin eingesetzt wurde, so auch von Hildegard von Bingen. In den die griechische Medizin, vor allem des Dioskurides, aufgreifenden arabischsprachigen Lehrwerken des Mittelalters, beispielsweise im Kanon der Medizin (arabisch al-Qanun fi t-Tibb) des persischen Arztes Avicenna, wird die innere Anwendung von Weihrauchharzperlen (Boswellia serrata, Boswellia sacra) zur „Stärkung des Geistes und des Verstandes“ empfohlen. Von der Antike über das Mittelalter bis ins 18.
Quellen: de.wikipedia.org
Jahrhundert wurde Weihrauchharz als Pulver direkt oder als Heilpflaster-Zutat zur Behandlung von Wunden und Erosionen verwendet. Als Olibanum oder „weißer Weihrauch“ wurde insbesondere das vom Bast der Boswelliaarten gepflückte, noch saubere, Harz im Gegensatz zu dem von der Erde aufgelesenen verunreinigten bezeichnet. Verfälscht wurde Weihrauch im Mittelalter mit Fichtenharz (von Picea abies). Die Entwicklung chemisch-synthetischer Arzneistoffe, vor allem in den Klassen der Antibiotika und Kortikoide, ließ Weihrauch als Arzneimittel in Vergessenheit geraten. Im Zuge der Rückbesinnung auf Naturheilmittel sowie der Förderung der Naturheilmittelforschung rückte auch Weihrauch wieder in den Fokus medizinischen Interesses. An der Universität Jena werden Zielstrukturen auf molekularer und zellulärer Ebene erforscht, um pharmakologische Wirkungen des Weihrauchs therapeutisch nutzbar zu machen.
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=== Östliches Afrika === In Ostafrika wurde Weihrauch traditionell gegen Krankheiten wie Syphilis, Bilharziose und Magenleiden eingesetzt. Die Wirksamkeit ist nicht belegt. Swahili an der ostafrikanischen Küste verwendeten Weihrauch gegen zu geringe Harnausscheidung. In einem Textbuch des äthiopischen Heilers Gerazmač Gäbräwäld (1869–1939) kommt Weihrauch in unterschiedlichen Mischungen mit Blättern, Samen, Honig, Salz und Butter als Heilmittel für zahlreiche Krankheiten vor. Neben Pflanzenheilkunde gehören in Äthiopien vor allem Besessenheitskulte zu den traditionellen Heilmethoden. Dabei wird im psychisch kranken Patienten ein Zar-Geist erkannt und beschwichtigt. Dies geschieht unter Zuhilfenahme von Weihrauch oder anderen Räucherwaren.
Quellen: de.wikipedia.org
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